27.11.2019

Euromonitor International

Unisex-Kosmetik auf dem Vormarsch

Nicht nur der Friseurbesuch kostet Frauen für die gleiche Leistung durchschnittlich um einiges mehr als Männer. Auch auf dem Kosmetikmarkt herrscht eine Geschlechterungleichheit.

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Euromonitor International hat sich in seinem neusten Report mit der Entwicklung hin zu Unisex-Produkten auf dem Kosmetikmarkt in den USA beschäftigt. Hier werden Geschlechter-Stereotype immer stärker aufgebrochen und Produkte entwickelt und vermarktet, die Inklusion und Gleichberechtigung versprechen. Ein Streitpunkt, der in den vergangenen Jahren Aufmerksamkeit erregte, ist die sogenannte pink Tax, die pinke Steuer. Dabei handelt es sich um das Phänomen, dass viele Produkte, die spezifisch an Frauen vermarktet werden, teurer sind als vergleichbare Artikel für Männer. Diese Beobachtung lässt sich für eine Reihe von Produktkategorien machen, gilt aber am stärksten für den Bereich Körperpflege. Hier zahlen Frauen im Durchschnitt 13 % mehr, so das New York City Department of Consumer Affairs. Über einen Zeitraum von einem Jahr sollen sich diese Unterschiede durchschnittlich auf eine Summe von 1.352 US-Dollar addieren. Eine Gegenbewegung kommt hier vor allem von Seiten Social-Media – mit Wirkung. In den letzten Jahren entschieden sich durch den Online-Druck immer mehr Unternehmen dazu, ihre Preise anzupassen. Manche Labels machen die finanzielle Gleichberechtigung dabei auch bewusst zu einem Mission Statement. Ein weiterer Faktor, der die Entwicklung von Unsiex-Kosmetik begünstigt, ist der Wertewandel, der besonders in den jüngeren Generationen stattfindet. Millennials und Mitglieder der Generation Z wenden sich immer bewusster gegen klassische Geschlechter-Stereotype. Einer Umfrage Euromonitor International zufolge, verlieren geschlechterspezifische Kosmetikprodukte für Konsumentinnen und Konsumenten langsam an Bedeutung. Besonders für Männer heißt das, dass sie sich auch gegen Stereotype wenden, die behaupten, die Nutzung von Kosmetika mache sie weniger männlich. In diesem Zusammenhang verzichten viele Unternehmen sogar auf die Entwicklung neuer Produktlinien für Männer, sondern entscheiden sich dafür, Unisex-Linien zu lancieren. Dieser Trend zeigt sich besonders in der Duftkategorie und bei einigen Indie-Make-up-Labels.

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