04.02.2020

IKW

Pflegen und Putzen: Deutschland ist Europameister

Nach Hochrechnungen des IKW ist Deutschland offizieller Europameister. Die Disziplin: Pflegen und Putzen.

Trotz des turbulenten Jahres 2019 geben die Menschen in Deutschland stolze 18,9 Milliarden Euro für Schönheits- und Haushaltspflege aus – soviel wie nie zuvor. Die Lust auf gutes Aussehen, Wohlbefinden, saubere Kleidung und ein gepflegtes Zuhause macht Deutschland damit zum Europameister beim Pflegen und Putzen. 2019 lässt sich die Nation nach Hochrechnungen des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel e. V (IKW) ihre Schönheitspflege 14 Milliarden Euro sowie die Haushaltspflege 4,8 Milliarden Euro kosten – jeder Haushalt investiert demnach 455 Euro in gutes Aussehen, saubere Kleidung und gepflegtes Wohnen. Das ist den Deutschen 276 Millionen Euro mehr wert als noch im Jahr zuvor. Deutschland stellt damit den größten Markt für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte auf dem Kontinent dar und kann sich jedenfalls in diesem Feld schon jetzt als Europameister feiern – vor Großbritannien und Frankreich. Der europäische Gesamtmarkt ist fast 134 Milliarden schwer und damit sogar die Nummer eins weltweit. Für Schönheit wird dreimal mehr ausgegeben als für Haushaltspflege – und sie ist hierzulande vor allem Kopfsache: Mit der Haarpflege (plus 110 Millionen Euro) und der Haut-/Gesichtspflege (plus 105 Millionen Euro) boomen die beiden umsatzstärksten Produktbereiche am meisten, gefolgt von der dekorativen Kosmetik und Mund- und Zahnpflege. Allein diese vier Bereiche wiegen insgesamt 10 Milliarden Euro, mehr als zwei Drittel vom Gesamtumsatz der Schönheitspflege. So ist beispielsweise insbesondere den Frauen Parfum und Eau de Toilette sehr wichtig. Dafür geben sie fast doppelt so viel aus wie die Männer, die inzwischen mehr auf After- und auf Preshaves (+0,8 %) als auf Düfte (-3,1 %) setzen. Rasierpflege geht zurück, da immer mehr Männer Bart tragen. Das Auto hingegen ist den Deutschen lieb – und teuer: Sie geben mehr Geld dafür aus, um den Wagen zum Glänzen zu bringen als für die Rasierpflege. Ein Blick auf die Zahlen offenbart den hohen Wert von sauberer Kleidung und einem gepflegten Zuhause: So liegen auch 2019 die Waschmittel an der Spitze der Ausgabenliste (1,29 Milliarden Euro), gefolgt von den Reinigungsmitteln (1,12 Milliarden Euro). Für beide Produktkategorien geben die Menschen in Deutschland pro Jahr deutlich mehr aus als für ihre Kinobesuche (900 Millionen Euro). Addiert man den Konsum aller Wasch- und Waschhilfsmittel zusammen, dann zeigt sich: Für die saubere Wäsche wird in Deutschland mehr ausgegeben als für die Pflege und Reinigung der Wohnungen. Dennoch ist die Sauberkeit der eigenen vier Wände gemäß einer vom IKW mitinitiierten Studie eine wichtige Säule. Ein gepflegter Wohnraum gibt mehr als der Hälfte der Befragten das Gefühl, den Alltag besser in den Griff zu bekommen. Für acht von zehn Menschen wird ihr Zuhause immer bedeutsamer – eine saubere Umgebung schafft Vertrautheit in einer komplizierten Welt. Sinkende Wirtschaftsprognosen, mehr Handelskonflikte – viele Branchen mussten 2019 mit harten Bandagen kämpfen. Die Mitgliedsunternehmen des IKW zeigen sich indessen auch für die Zukunft optimistisch. "Die Schönheits- und Haushaltspflege leistet einen beachtlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Entwicklung auch zukünftig fortschreiben können", sagt IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser. Wie eine Befragung der Mitgliedsunternehmen ergab, planen 42 % größere Investitionen oder haben diese bereits durchgeführt. "Für 2020 erwarten wir ein Wachstum von 1,5 %", so der Geschäftsführer.

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