24.03.2020

Kosmetik Report

Existenzangst wegen Corona

Laut der Lebensmittel Zeitung machen sich die Auswirkungen der Corona-Krise vor allem im stationären Parfümeriehandel bemerkbar.

Foto: shutterstock.com

Die Auswirkungen der Corona-Krise machen sich vor allem im stationären Parfümeriehandel bemerkbar. Zu diesem Schluss kommt eine Recherche der Lebensmittel Zeitung. Demnach sehen sich vor allem kleinere Geschäfte in Existenznot. Von heute auf morgen fallen Umsätze weg, während Mieten und andere Fixkosten weiterlaufen. Schon vor dem Shutdown rauschte im Beauty-Handel die Frequenz in den Keller. Gleichzeit verschieben sich aufgrund von Corona mit Wucht Beauty-Umsätze in digitale Kanäle. Doch verfügen nicht alle stationären Parfümerien über einen Onlineauftritt. Douglas setzte den Filialhandel am 18. März in den meisten europäischen Märkten aus und kann auf den E-Commerce ausweichen. Deshalb, so die LZ, werden Douglas, Flaconi, Amazon, Notino und Mittelständler wie Pieper mit ihren Onlineshops von der Umsatzverlagerung ins Internet profitieren. Douglas steigerte den Umsatz im Netz im Jahr 2018/19 europaweit um 38 % auf 585 Mio. Euro und baut die Geschäfte mit Zukäufen und Marktplatz aus. Noch stärker legte Verfolger Flaconi 2019 durch seine Internationalisierung mit einem Plus von 48 % zu, wenn auch auf einer geringeren Umsatzbasis von rund 200 Mio. Euro. Die Branche kämpft um Marktanteile und liefert sich eine Rabattschlacht. „20 % auf alles, auch alle Luxusmarken sind schon reduziert“ trommelte vergangene Woche Douglas zum 20-jährigen Bestehen des Onlineshops. Auch die Tochter Parfumdreams warb mit 20 % Rabatt. Flaconi inszenierte einen Countdown: „Spare jetzt 30 % auf fast alle nicht reduzierten und 12 % auf reduzierte Produkte. Noch sechs Stunden, 58 Minuten und 56 Sekunden“. Auch Sephora arbeitet mit Rabatten zu Events und Sale bis  70 % zum Kollektionswechsel. Die LVMH-Tochter, die 2017 nach Deutschland zurückkehrte, expandiert mit eigenen Flächen offenbar derzeit nicht und ist von den anvisierten mehr als 50 Flächen weit entfernt. Der Ausbau des Sephora-Geschäfts erfolgt dem Vernehmen nach über den eigenen Onlineshop und Kooperationspartner – bei Karstadt seien weitere Boutiquen geplant.

 

Quelle: Kosmetik Report 08/20

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